Lukas 24,13-32, War unser Herz nicht brennend in uns, als er auf dem Wege zu uns redete

Lukas 24,13-32, War unser Herz nicht brennend in uns, als er auf dem Wege zu uns redete

Lukas 24, Am ersten Tag der Woche aber ganz in der Frühe,

Einleitung (Lukas 24,13–32)

Der Weg der beiden Jünger nach Emmaus gehört zu den bewegendsten Berichten der Bibel. Er zeigt, wie der auferstandene Herr entmutigte Herzen stärkt, die Schrift öffnet und Glauben neu entfacht. Dieser Text entfaltet die geistliche Bedeutung dieses Weges für unser eigenes Leben in einer Welt, die für den Glaubenden zur Wüste geworden ist.

Befreiung des Herzens und unsere Stellung in der Welt

Erst wenn die Befreiung durch den Glauben im Herzen Wirklichkeit wird, erkennen wir unsere wahre Stellung: Wir gehören nicht mehr zu dieser Welt, sondern zu den himmlischen Dingen. Unser Wandel ist im Himmel, auch wenn wir noch durch eine Wüste voller Mühe und Kummer gehen.

  • Jesu Fußstapfen sind unser Wegweiser.
  • Sein Sinn und Sein Wandel sind das Vorbild für unser Leben.
  • Frieden und Freude erleben wir nur, wenn wir Seinen Tritten folgen.
  • Der Weg ist oft schwer, aber es ist der Weg, auf dem Gott sich an uns verherrlichen will.

Jesu Gegenwart in der Wüste

Wie tröstlich ist es, dass wir dem Herrn überall begegnen können. Er kennt jede Versuchung, jede Schwierigkeit, jede Not.

„Denn worin er selbst gelitten hat, da er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht werden.“ (Hebr 2,17–18)

  • Jesus ist unser Trost, Licht, unsere Speise und Kraft.
  • Auch jetzt, in der Herrlichkeit, begleitet Er die Seinen im Geist.
  • Wir sind nie allein – selbst wenn Menschen uns verlassen.
  • Paulus konnte sagen: „Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich.“

Die Emmausgeschichte zeigt genau diese treue Nähe des Herrn.

Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus

– Trauer, Verwirrung und verlorene Hoffnung

Die Jünger hatten schreckliche Ereignisse erlebt: Der, den sie liebten, war gewaltsam gestorben. Ihre Hoffnung auf Israels Erlösung schien zerstört.

  • Sie kannten Jesus als mächtigen Propheten.
  • Doch ihr Glaube ruhte auf Umständen, nicht auf Gottes Wort.
  • Die Berichte der Frauen verwirrten sie zusätzlich.
  • Ihre Augen wurden gehalten – sie erkannten Jesus nicht.

– Warum sie Ihn nicht erkannten

Jesus sollte nicht mehr in derselben Weise erkannt werden wie vor dem Kreuz. Er ist jetzt der Erhöhte zur Rechten Gottes. Seine Gegenwart wird nur im Glauben erfasst.

Viele Gläubige erleben heute dieselbe Unsicherheit, weil ihnen das Bewusstsein Seiner Gegenwart fehlt. Das führt zu:

  • Unruhe
  • Furcht
  • Übermut
  • Unlauterkeit

Doch der Glaube hat an Ihm genug – Er ist die Fülle Gottes.

Jesu Unterweisung aus den Schriften

Jesus führt die Jünger in die Schrift ein und zeigt ihnen, dass sie überall von Ihm zeugt.

„Und von Mose und allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften, was ihn betraf.“

  • Die Schrift ist ohne Glauben wirkungslos.
  • Wo der Glaube wirkt, wird das Wort lebendig: „Meine Worte sind Geist und Leben.“
  • Der Heilige Geist macht das Herz brennend, wenn Jesus die Schrift auftut.
  • Bekannte Verse werden plötzlich neu, vertraute Worte werden lebendig.

Diese Erfahrung macht jeder Gläubige immer wieder: Der Herr weiß genau, was wir auf dem Weg durch die Wüste brauchen.

„Bleibe bei uns“ – das Verlangen des Herzens

Als sie das Dorf erreichen, stellt sich Jesus, als wolle Er weitergehen. Er wartet auf das Verlangen des Herzens.

Die Jünger nötigen Ihn: Seine Gegenwart ist ihnen kostbar geworden. Er hatte sie getröstet, ihre Verwirrung gelöst und ihre Herzen brennend gemacht.

Nichts ist erquicklicher als die Gemeinschaft mit Jesus. Nichts ist schmerzlicher, als sie zu verlieren.

Erkenntnis beim Brotbrechen

Im Haus angekommen, nimmt Jesus das Brot, segnet es und bricht es – und ihre Augen werden geöffnet.

  • Jesus bereitet uns in der Wüste einen Tisch.
  • Er selbst ist die Speise der Seinen.
  • Am Tisch des Herrn bekennen wir:
    • Anteil an Seinem Leib und Blut
    • Freude an Seinem Tod und Seiner Auferstehung
    • Erwartung Seines Kommens

Hier erkennen wir Ihn – in Seiner Niedrigkeit und in Seiner Herrlichkeit.

Schluss: Ein brennendes Herz im Wandel des Glaubens

Alles zeigt uns, wie treu der Herr die Seinen führt:

  • Er begleitet uns.
  • Er öffnet uns die Schrift.
  • Er bereitet uns einen Tisch.
  • Er macht unsere Herzen brennend.
  • Er stärkt uns für den Weg durch die Wüste.

Das Wort Christi wohne reichlich unter euch