Jona 1 – Und das Wort des Herrn erging an Jona

Jona 1 – Und das Wort des Herrn erging an Jona

Jona 1,6 Was ist mit dir, du Schläfer?

Jona – ein Prophet auf der Flucht

Gott gab Jona den Auftrag, Ninive das Gericht anzukündigen. Doch Jona wollte nicht gehorchen. Er floh nach Joppe und bestieg ein Schiff nach Tarsis – ein sinnloses Unterfangen, denn niemand kann Gott entfliehen.

„Da warf Jehova einen heftigen Wind auf das Meer …“ (Jona 1,4)

Während der Sturm tobte, lag Jona im unteren Schiffsraum und schlief tief. Weder das Tosen der Wellen noch die Gefahr konnten ihn wecken.

Der Schlaf des Menschen – mitten in der Gefahr

Vielleicht fragst du: Wie kann ein Mensch in solcher Gefahr schlafen? Doch die eigentliche Frage lautet: Geht es dir nicht genauso?

  • Der Tod sammelt täglich seine Ernte.
  • Menschen sterben plötzlich und unvorbereitet.
  • Jeder weiß, wie unsicher das Leben ist.

Und dennoch schlafen viele weiter – geistlich, gleichgültig, ungerührt.

Erst die Stimme des Obersteuermanns weckte Jona:

„Was ist mit dir, du Schläfer! Stehe auf, rufe deinen Gott an!“

Doch Jona konnte nicht rufen. Sein Gewissen war belastet. Er sah in Sturm und Wellen die Hand Gottes, die ihn verfolgte.

Gottes Mahnungen an unsere Zeit

Auch heute lässt Gott ernste Warnungen an die Menschen gelangen:

  • Naturkatastrophen
  • Kriege und politische Erschütterungen
  • plötzliche Todesfälle
  • die Vergänglichkeit von Besitz, Ansehen und Erfolg

Doch die meisten schlafen weiter – wie Jona.

Baue, pflanze, arbeite, genieße – als würdest du ewig auf dieser Erde bleiben.

Wie viele hören die Botschaft Gottes, doch öffnen Ihm nicht die Tür. Wie viele sterben, ohne je an die Ewigkeit gedacht zu haben.

Der Mensch versucht, Gott zu entfliehen

Wie Jona versucht auch der Mensch, dem Angesicht Gottes zu entkommen:

  • durch Weltlust
  • durch Sünde
  • durch Geschäftigkeit
  • durch Selbstberuhigung
  • durch moralische Anstrengung

Doch niemand kann Gott entfliehen. Einmal kommt der Augenblick, an dem Er jeden Menschen findet – ob er will oder nicht.

Dann ist es zu spät für Umkehr. Dann ist das Los für die Ewigkeit entschieden.

Erwache – bevor es zu spät ist

Gott ruft dich:

„Was ist mit dir, du Schläfer!“

Er ruft nicht, um zu richten, sondern um zu retten.

  • Jona hatte gesündigt – aber er fand Gnade.
  • Er erkannte seine Schuld – und Gott erbarmte sich.

Auch du bist ein Sünder. Aber Gott will sich über dich erbarmen – jetzt, nicht erst im Gericht.

Solange Jona fliehen wollte, fand er in Gott seinen Verfolger. Erst als er bekannte, fand er Gnade.

So ist es auch mit dir:

  • Gott kann dir nur um Jesu willen gnädig sein.
  • Deine Sünden können nur durch Sein Blut getilgt werden.
  • Jesus ist der einzige Weg zum Vater.

„Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“

Frieden im Blut des Kreuzes

Wenn du Frieden im Blut Jesu gefunden hast, brauchst du keine Angst mehr zu haben – weder vor Leben noch Tod.

„Sei es, dass wir leben, sei es, dass wir sterben, wir sind des Herrn.“ (Röm 14,8)

Vielleicht hast du viele Mahnungen überhört. Vielleicht ist diese die letzte, die Gott an dich richtet.

Schluss: Lass dich finden

Gottes Stimme ist ernst – und doch voller Liebe.

  • Er will nicht deinen Tod.
  • Er will nicht dein Verderben.
  • Er will dich retten.

Lass dich finden. Komm zu Jesus. Jetzt.

(Jona 1,6 BdH 1882)