1. Mose 1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde

1. Mose 1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde

1. Mose 1 im Licht des Neuen Testaments

Einleitung: Warum 1. Mose 1 grundlegend ist

Die Urzeit: Von der Schöpfung bis Abraham Kapitel 1–11

  1. Mose/Genesis 1

Der Anfang der Welt: Gott erschafft Himmel und Erde (Vers 1) Neh 9,6; Ps 124,8; Jer 32,17; Joh 1,1-3

  1. Der erste Tag (Vers 2-5)Ps 104,2; Jes 45,7; 2Kor 4,6

Der zweite Tag (Vers 6-8)Ps 104,2; Ps 19,2

Der dritte Tag (Vers 9-13) Hi 38,8-11; Ps 104,5;14-17

Der vierte Tag (Vers 14-19) Ps 104,19; Ps 136,7-9

Der fünfte Tag (Vers 20-23) Ps 104,24-26; Ps 148,7

Der sechste Tag (Vers 24-25) 1Mo 2,19-20; Ps 148,10

Die Erschaffung des Menschen ( Vers 26-31)-Ps 8,5-9; Pred 7,29

  1. Mose 1 ist nicht nur der Anfang der Bibel, sondern der theologische Grundton der gesamten Schrift. Das NT greift die Schöpfung immer wieder auf, um Christus, Glauben, Erlösung und die neue Schöpfung zu erklären.

Hauptgedanken von 1. Mose 1

Gott schafft durch sein Wort

„Und Gott sprach…“ (1Mo 1,3)

Das NT greift dieses Motiv auf:

  • Joh 1,1–3 – Das Wort ist Christus; durch ihn ist alles geworden.
  • Hebr 11,3 – Die Welt wurde durch Gottes Wort geschaffen.
  • Kol 1,16 – Alles ist durch Christus und für Christus geschaffen.

NT‑Bezug: Die Schöpfung ist christologisch. Christus ist nicht Zuschauer, sondern Schöpfer.

Die Schöpfung ist geordnet, gut und zielgerichtet

  1. Mose 1 zeigt eine klare Struktur:
  • Trennung von Licht und Finsternis
  • Ordnung der Räume
  • Füllen der Räume
  • Bewertung: „Und siehe, es war sehr gut“

NT‑Bezüge:

  • 1Kor 14,33 – Gott ist nicht ein Gott der Unordnung.
  • Jak 1,17 – Alles Gute kommt von Gott.
  • Röm 1,20 – Gottes Wesen wird in der Schöpfung sichtbar.

NT‑Bezug: Die Schöpfung offenbart Gottes Charakter.

Der Mensch als Ebenbild Gottes

„Lasst uns Menschen machen in unserem Bild“ (1Mo 1,26)

NT‑Bezüge:

  • Kol 3,10 – Der neue Mensch wird erneuert nach dem Bild seines Schöpfers.
  • Eph 4,24 – Der neue Mensch ist geschaffen in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
  • Jak 3,9 – Menschen sind Ebenbilder Gottes.

NT‑Bezug: Die Wiederherstellung des Ebenbildes geschieht in Christus.

Der Sabbat – Ruhe als Ziel

  1. Mose 2,1–3 zeigt: Gott ruht.

NT‑Bezüge:

  • Hebr 4,9–11 – Die wahre Sabbatruhe ist in Christus.
  • Mt 11,28 – Christus gibt Ruhe für die Seele.

NT‑Bezug: Die Schöpfungsruhe weist auf die Erlösungsruhe.

Christus als Schöpfer und Neuschöpfer

Das NT zeigt zwei große Linien:

1. Christus als Schöpfer

  • Joh 1,3
  • Kol 1,16
  • Hebr 1,2

2. Christus als Neuschöpfer

  • 2Kor 5,17 – neue Schöpfung
  • Kol 1,20 – Versöhnung der Schöpfung
  • Offb 21,1 – neue Himmel und neue Erde

1. Mose 1 ist der Anfang – Christus ist der Vollender.

Zusammenfassung

  1. Mose 1 zeigt:
  • Gott schafft durch sein Wort → NT: Christus ist das Wort
  • Gott schafft gut → NT: Christus offenbart Gottes Güte
  • Gott schafft den Menschen im Bild → NT: Christus erneuert das Bild
  • Gott führt zur Ruhe → NT: Christus schenkt die wahre Ruhe
  • Gott ordnet die Welt → NT: Christus hält alles zusammen (Kol 1,17)

1. Mose 1 – Die Schöpfung im Licht des Neuen Testaments

  1. Mose 1 ist mehr als ein Bericht über den Anfang der Welt. Es ist der theologische Auftakt der gesamten Bibel. Der Text zeigt einen Gott, der durch sein Wort schafft, ordnet, segnet und zur Ruhe führt. Das Neue Testament greift diese Linien auf und vertieft sie – besonders im Blick auf Jesus Christus.

Die Ordnung der Schöpfung – Licht und Finsternis, Himmel und Erde, Land und Meer – zeigt Gottes Wesen. Paulus schreibt, dass Gottes unsichtbares Wesen in der Schöpfung sichtbar wird (Röm 1,20). Die Güte der Schöpfung verweist auf den guten Schöpfer (Jak 1,17).

Der Mensch wird als Ebenbild Gottes geschaffen. Das Neue Testament zeigt, dass dieses Ebenbild durch die Sünde beschädigt wurde, aber in Christus erneuert wird (Kol 3,10; Eph 4,24). Die Schöpfung beginnt mit einem vollkommenen Menschen – und sie endet in Christus mit der neuen Menschheit.

Schließlich führt der Schöpfungsbericht zur Ruhe Gottes am siebten Tag. Der Hebräerbrief erklärt, dass diese Ruhe ein Bild für die endgültige Ruhe in Christus ist (Hebr 4,9–11). Die Schöpfung beginnt mit Ruhe – und die Erlösung führt in die wahre Ruhe.

  1. Mose 1 und das Neue Testament gehören untrennbar zusammen. Der Anfang der Bibel weist auf ihr Ziel: Christus, den Schöpfer, Erhalter und Vollender aller Dinge.