1Mose 18–19: Die Verheißung des Sohnes & das Gericht über Sodom
aus: „Betrachtungen über das Wort Gottes“ – J. N. Darby (blogfertig formatiert, Inhalt unverändert)
Kapitel 18 – Die Verheißung des Sohnes & Abrahams Fürbitte
Kapitel 18 ist eines der zartesten und zugleich tiefsten Kapitel des 1. Mose. Es zeigt:
- Gemeinschaft mit Gott,
- die Verheißung des Sohnes,
- und die Fürbitte Abrahams für Sodom.
Darby betont: Hier erscheint der HERR selbst in menschlicher Gestalt.
Der HERR besucht Abraham
Drei Männer erscheinen Abraham — einer von ihnen ist der HERR selbst.
Darby zeigt:
- Abraham erkennt den HERRN.
- Er eilt Ihm entgegen.
- Er bietet Ihm Gastfreundschaft.
- Er steht vor Ihm wie ein Diener.
Dies ist ein Bild der Gemeinschaft, die der Glaube genießt.
Die Verheißung des Sohnes wird bestätigt
Der HERR sagt:
„Um diese Zeit im nächsten Jahr werde ich wiederkommen, und siehe, Sara wird einen Sohn haben.“
Darby betont:
- Die Verheißung wird jetzt zeitlich festgelegt.
- Sara lacht — ein Zeichen ihres Unglaubens.
- Gott stellt sie zur Rede: „Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?“
Hier wird deutlich:
- Die Verheißung hängt nicht von der Kraft des Menschen ab,
- sondern von der Macht Gottes.
Gott teilt Abraham Sein Vorhaben mit
Der HERR sagt:
„Sollte ich Abraham verbergen, was ich tun will?“
Darby zeigt:
- Abraham ist Freund Gottes.
- Gott teilt ihm Seine Gedanken mit.
- Abraham steht in einer Stellung der Vertrautheit.
Dies ist ein Bild der Beziehung der Gläubigen im Neuen Bund.
Abrahams Fürbitte für Sodom
Abraham tritt vor den HERRN und bittet für Sodom.
Darby betont:
- Abraham ist nicht in Sodom — aber er liebt die Menschen dort.
- Er steht zwischen Gott und der Stadt.
- Er bittet um Verschonung — nicht für die Stadt an sich, sondern um der Gerechten willen.
Er beginnt bei 50 Gerechten und geht bis auf 10 hinab.
Darby zeigt:
- Die Fürbitte ist kühn, aber ehrfürchtig.
- Sie gründet sich auf Gottes Gerechtigkeit.
- Sie endet nicht, weil Gott sie abbricht, sondern weil Abraham nicht weitergeht.
Kapitel 19 – Das Gericht über Sodom
Kapitel 19 zeigt das Gericht über Sodom — eines der schrecklichsten Kapitel der Schrift. Doch zugleich zeigt es die Gnade Gottes gegenüber Lot.
Die Engel kommen nach Sodom
Zwei Engel kommen nach Sodom und finden Lot am Tor der Stadt.
Darby betont:
- Lot ist tief in die Welt verstrickt.
- Er sitzt im Tor — ein Zeichen politischer Stellung.
- Er erkennt die Engel, aber seine Familie tut es nicht.
Die Verderbtheit Sodoms
Die Männer der Stadt umringen Lots Haus.
Darby zeigt:
- Die Sünde Sodoms ist öffentlich, kollektiv und schamlos.
- Sie ist das Ergebnis der Wahl Lots.
- Die Welt, die er suchte, verschlingt ihn fast.
Lots Rettung – reine Gnade
Die Engel ziehen Lot ins Haus und sagen:
„Hast du hier noch jemanden? … Wir werden diesen Ort verderben.“
Darby betont:
- Lot wird nicht wegen seiner Frömmigkeit gerettet,
- sondern um Abrahams willen.
- Seine Schwiegersöhne glauben ihm nicht.
- Seine Frau schaut zurück und wird zur Salzsäule.
Lot wird „mit Gewalt“ hinausgeführt — ein Bild der rettenden Gnade.
Das Gericht
Der HERR läßt Feuer und Schwefel auf Sodom und Gomorra regnen.
Darby zeigt:
- Es ist ein einzigartiges Gericht.
- Es ist ein Bild des kommenden Gerichts über die Welt.
- Es zeigt die völlige Verderbtheit des Menschen.
Lots Ende
Lot flieht in die Berge — aber nicht freiwillig. Er endet in einer Höhle, in Schande, und seine Nachkommen (Moab und Ammon) werden später Feinde Israels.
Darby betont:
- Lot ist ein Gerechter — aber ein Gerechter, der „seine Seele quälte“.
- Er ist ein Bild eines Gläubigen, der in der Welt lebt und alles verliert.
- Abraham dagegen steht auf der Höhe und sieht das Gericht aus der Ferne.

